Ausbildung & künstlerischer Werdegang

Geboren 1960, widmete ich mich zunächst dem Studium der Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften in Erlangen, bevor ich an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg freie Malerei und Kunsterziehung studierte. Praktische Erfahrungen in der Keramik und Bildhauerei konnte ich, u. a. bei dem Bildhauer und Keramiker Harro Frey in Pettensiedel bei Erlangen sammeln. Im Jahr 1988 wurde ich Meisterschülerin für Freie Malerei bei Prof. Dollhopf und erlangte das Erste und Zweite Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in Bayern. Nach dem Studium war ich bis 2025 an bayerischen Gymnasien tätig.

Gabriele Rösel, wie sie mit Pinsel und Malerpalette an einem Werk arbeitet

Künstlerischer Schwerpunkt

Meine künstlerische Arbeit entfaltet sich in der Komposition von Farbe, Form und Abstraktion. Aus der Verbindung von Wahrnehmung und Empfindung entsteht eine Bildsprache, die zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion vermittelt und sich vor allem in der Farbgebung dem expressiven Stil annähert.

Ein weiteres Merkmal meiner Arbeiten ist der Einsatz kontrastierender, kraftvoller Farben, die über fein abgestufte Töne dominieren und eine lebendige Spannung erzeugen. In vielen Werken entsteht daraus ein dynamischer Rhythmus, der die Bildfläche strukturiert und die Farbwirkung steigert.

Gleichzeitig richtet sich die Farbgebung nach der Intention der Darstellung. So kann die Eigenschaft der Farbe im Bild in fein abgestuften Tönen gestaltet sein, während ein anderes expressiv und kontrastreich umgesetzt ist. Dabei verrät der Farbauftrag die Emotionen meist nicht; Ausdruck und Stimmung entstehen vielmehr durch die Komposition von Farbe, Form und Abstraktion. Die Farbgestaltung verstärkt den Ausdruck und die Stimmung der Motive, ohne die formale Klarheit oder den abstrahierenden Charakter zu verlieren.

Auch die menschliche Figur wird in meinen Bildern abstrahiert und in expressiven Farben dargestellt.

Darüber hinaus wähle ich Motive, deren Gestalt sich auf klare geometrische Strukturen zurückführen lässt – etwa Früchte oder Melonenstücke, die in Halbkreisen eine markante Form bilden. In der Vereinfachung entstehen klare geometrische Grundformen, die trotz ihrer Strenge eine lebendige, natürliche Präsenz bewahren.

In einigen Arbeiten knüpfe ich an kunsthistorische Ansätze der Abstraktion an. Solche geometrischen Bezüge entdecke ich lediglich punktuell und nutze sie als Impuls für eine individuelle, eigenständige Bildsprache. Dieser Ansatz findet sich auch in weiteren Landschaftsdarstellungen wieder, ohne dass ich hier alle Beispiele aufführen möchte.

In meinen Landschaftsdarstellungen interpretiere ich das Naturvorbild durch die Abstraktion von Form, Fläche und Farbe neu. Die Arbeiten entstehen in Öl und Acryl, wobei die Farbgestaltung den emotionalen Ausdruck der Motive trägt.

Gabriele Rösel, wie sie mit Pinsel und Malerpalette an einem Werk arbeitet